ERZIEHUNGSBERATUNG HEIDELBERG

In unserer Erziehungsberatungsstelle in Heidelberg unterstützen und beraten wir Familien bei Fragen und Schwierigkeiten zu Hause, in Krippe, Kindergarten oder Schule und bei der Ausbildung. Gemeinsam suchen wir in Einzel- oder Familiengesprächen nach neuen Perspektiven und Lösungswegen. Wir sind ein interdisziplinäres Team von Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen und Heilpädagog*innen mit verschiedenen Zusatzausbildungen. Wir stehen unter Schweigepflicht. Die Beratung ist kostenfrei und steht allen offen, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit, Weltanschauung oder Nationalität.

Unsere Beratungsangebote:

Wir stehen Ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung, wenn

  • Sie Fragen zur Erziehung Ihrer Kinder haben (z.B. Grenzen setzen, Regeln im Familienalltag)
  • Konflikte und Auseinandersetzungen in der Familie eine Belastung für Sie darstellen
  • Sie Fragen zur Entwicklung Ihres Kindes haben
  • oder sich Sorgen machen wegen emotionaler Probleme Ihres Kindes, wie z.B. Selbstwertprobleme, Ängste, Niedergeschlagenheit, Rückzug, Aggressivität, Essstörungen, Selbstmordgedanken, Zwangsgedanken, Einnässen/Einkoten, Stottern, Tics etc.
  • Sie Entwicklungsübergänge herausfordern (z.B. Kindergarten, Schule, Beruf)
  • Schwierigkeiten im Kindergarten/in der Schule auftreten
  • Sie alleinerziehend sind
  • Sie als Pflege- oder Adoptiveltern Fragen haben
  • Sie selbst von einer persönlichen Krise betroffen sind
  • Sie vor einer Trennung stehen oder bereits geschieden sind und sich wegen der Auswirkungen auf die Kinder Sorgen machen und Fragen zur elterlichen Zusammenarbeit haben (z.B. Absprachen, Regelungen, Gestaltung der Eltern-Kind-Beziehung im Alltag)
  • Sie im Umgang mit Krankheit, Tod und Trauer in der Familie Unterstützung wünschen
  • Sie oder ein Familienmitglied von körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalterfahrung betroffen sind/ist

Wenn Sie als Eltern verunsichert sind oder sich Sorgen um ihr Kind machen, beraten wir Sie gerne zu Ihren Fragen. Im gemeinsamen Gespräch versuchen wir den Hintergrund Ihrer Probleme zu verstehen und suchen gemeinsam mit Ihnen nach Potenzialen, Lösungen und Bewältigungsmöglichkeiten. Wir unterstützen Sie dabei, andere Perspektiven zu entwickeln und neue Wege auszuprobieren und wieder Vertrauen und Handlungssicherheit im Umgang mit Ihren Kindern zu erreichen. Sie können auch kommen, wenn Sie ein Problem noch nicht wirklich benennen können.

Die Beratungsstelle ist auch für Kinder und Jugendliche da.

Solltest du eine der folgenden Schwierigkeiten, Sorgen oder ein ähnliches Anliegen haben, sind wir für dich da:

  • Du hast Stress in der Schule oder Ausbildung
  • Keiner versteht dich zu Hause
  • Du beschäftigst dich mit Fragen zum eigenen Geschlechter
  • Du kämpfst mit Unsicherheit und/oder Selbstwertproblemen
  • Du bist häufig niedergeschlagen und traurig
  • Es gibt Konflikte in der Familie oder mit anderen Personen
  • Du hast Ängste, die dich im Alltag einschränken
  • Du hast Selbstmordgedanken oder verletzt dich selbst und weißt nicht wohin
  • Du hast immer wieder Probleme mit dem Essen
  • Es kommt bei dir zu aggressiven Ausbrüchen oder du erlebst Gewalt
  • Du leidest unter Mobbing in der Schule oder außerhalb

Was wir dir anbieten:

  • Gesprächspartner, die neutral sind, dir zuhören und dich unterstützen, Lösungen zu finden
  • Männer und Frauen als Berater möglich
  • Jugendliche, die sich selbst melden, bekommen einen zeitnahen Termin
  • Schweigepflicht – ganz zuverlässig sagen wir niemandem (auch nicht deinen Eltern), dass du bei uns in Beratung bist und sagen auch niemandem etwas von dem weiter, was du uns anvertraust
  • Keine Kosten für eine Beratung
  • Auch Kinder unter 14 Jahren können ohne das Wissen ihrer Eltern beraten werden
  • Gemeinsam mit dir wollen wir neue Sichtweisen und Wege finden, um deine Schwierigkeiten zu lösen

Bei Interesse kannst du dich per E-Mail oder telefonisch bei uns anmelden. Falls du dir noch unsicher sein solltest, ob eine Beratung bei uns für dich das Richtige ist, kannst du dich per E-Mail oder telefonisch bei uns melden. Einer unserer Berater*innen wird dir dann helfen, deine Fragen und Sorgen zu klären. Sollte es zu einem Erstkontakt hier in der Beratungsstelle kommen, kannst du auch gern eine Vertrauensperson mitbringen.

Insoweit erfahrene Fachkraft (IeF)

Als „insoweit erfahrene Fachkräfte“ stehen wir Erzieher*innen, Lehrkräften sowie weiteren Personen, die mit Kindern zusammenarbeiten, zur Verfügung, um gemeinsam bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung eine Einschätzung vorzunehmen und weiteres Vorgehen zu besprechen.

Fallberatung/Supervision

Manchmal ist man in seinem Alltag so verwickelt, dass man den „Wald vor lauter Bäumen nicht sieht“. Hier kann ein Blick von außen hilfreich sein.
In diesem Beratungsbereich unterstützen wir Fachkräfte bei fall-, team- oder organisationsbezogenen Fragestellungen.

An uns wenden können sich:
  • Fachkräfte in Kindertagesstätten und Schulen Mitarbeiter*innen in Jugendhilfeeinrichtungen
  • Andere psychosoziale Fachkräfte
  • Angebote zur beruflichen Weiterentwicklung für pädagogische Fachkräfte
Vorträge

Für interessierte Eltern, Lehrkräfte, Erziehen*innen und andere Personen bieten wir Fachvorträge zu unterschiedlichen pädagogischen und psychologischen Themen an, zum Beispiel:

  • Grenzen setzen
  • Was brauchen Kinder?
  • Scheidung und Schule
  • Arbeit mit traumatisierten Kindern
Fortbildungen

Für interessiertes pädagogisches Fachpersonal bieten wir Seminare und Fortbildungen zu unterschiedlichen Themen an, z.B.: Umsetzung des Schutzauftrages nach §8a SGB VIII (in Kooperation mit dem Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises sowie dem Kinderschutzzentrum) oder „Kindliche Sexualität“. Gern setzen wir uns mit Ihnen zusammen und planen eine Fortbildung, die zu Ihnen und Ihrem Team passt.

Wir sind da für:

Bürger*innen der Stadt Heidelberg

Kurse der Erziehungsberatungsstelle Heidelberg:

Ein Trainingsprogramm für sozial unsichere, ängstliche und schüchterne Kinder im Alter von 5 − 7 Jahren.

Illustration von einem winkenen Tiger, der eine Fahne hält, auf der

Illustration: Kit Karausche aus „Die Geschichte von Til Tiger“

Mit Hilfe der Identifikationsfigur Til Tiger soll Kindern über Rollenspiele, Interaktionsspiele und Entspannungsübungen mehr Selbstbewusstsein vermittelt werden. Soziale Ängste sollen abgebaut und soziale Kompetenzen gefördert werden. Kinder erhalten spielerisch praktische Handlungsstrategien, die es ihnen ermöglichen, im Umgang mit anderen Kindern selbstständiger und mutiger zu werden.
Begleitend informieren wir die Eltern über die jeweiligen Lernschritte, damit sie diese dann auch in ihren Alltag übernehmen können.

Ziele:

  • Stärkung selbstbewussten Verhaltens in sozialen Situationen
  • Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit
  • Training der Selbstwahrnehmung
  • Erwerb von Strategien zum Stressmanagement
  • Stärkung des Selbstwerts
  • Verringerung sozialer Ängste und Vermeidungstendenzen
  • Eltern im Prozess des mutiger Werdens ihrer Kinder unterstützen

Mittwochskurse: 
Termine: 26. März 2025, 2. April, 9. April, 30. April, 7. Mai, 14. Mai, 21. Mai
Kurs 1: 15:00 – 16:00 Uhr
Kurs 2: 16:15 – 17:15 Uhr
Kurs 3: 17:30 – 18:30 Uhr

Leitung Mittwochskurse: Andrea Hafner-Preuß

Freitagskurse: 
Termine: 28. März 2025, 4. April, 11. April, 2. Mai, 9. Mai, 16. Mai, 23. Mai
Kurs 4: 15:00 – 16:00 Uhr
Kurs 5: 16:15 – 17:15 Uhr

Leitung Freitagskurse: Andrea Hafner-Preuß, Julia Magdalene Falkenhain

Elternnachmittag für alle Til Tiger Kurse: Dienstag, 27. Mai 2025, 16:00 – 17:00 Uhr

Leider können für die aktuellen Kurse keine Kinder mehr aufgenommen werden. Weitere Kurse in 2025 sind in Planung, die Termine werden hier veröffentlicht, wenn sie feststehen.

Finanziert durch das Landesprogramm

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Ein Gruppenangebot für Kinder im Alter von 8-11 Jahre.

ImageWir möchten Kinder darin unterstützen, sich in ihrer neuen Lebenssituation zurecht zu finden. Die Gruppe bietet den Kindern Raum, sich zu öffnen und ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit anderen Kindern in ähnlichen Lebenssituationen zu teilen. Die Inhalte werden mit pädagogischen und therapeutischen Methoden kindgerecht vermittelt. Hierzu gehören gemeinsame Spiele, Geschichten und kreative Angebote.

Ziele:

  • Emotionale Unterstützung (Gefühle benennen und verstehen lernen)
  • Kinder erfahren, dass sie mit dieser Situation nicht allein sind (Entlastung)
  • Vergrößerung der Handlungsmöglichkeiten
  • Stärkung des Selbstbewusstseins und der Ressourcen

Momentan keine Kurse geplant.

Wenn Eltern sich trennen, verändert sich vieles, auch für ihre Kinder. Sie brauchen in dieser Zeit besonders viel Zuwendung, um den Übergang in den neuen Lebensabschnitt gut zu bewältigen. Das ist für die meisten Eltern nicht leicht. Finanzielle Probleme, Konflikte mit dem anderen Elternteil und mehr Stress fordern Kraft, Zeit und Nerven, häufig auf Kosten der Kinder, aber genauso oft auf Kosten des eigenen Wohlbefindens.

Ziele:

  • Förderung einer positiven Beziehungsgestaltung zwischen Elternteil und Kind
  • Lernen, Stress zu vermeiden bzw. abzubauen
  • Lernen, den Kontakt zum anderen Elternteil im Sinne des gemeinsamen Kindes zu gestalten
  • Vermittlung von Strategien, um Konflikte mit dem anderen Elternteil zu entschärfen und in Zukunft besser bewältigen zu können
  • Das Kind und seine Bedürfnisse besser kennenlernen und erfahren, wie man darauf eingehen kann
  • Vermittlung von neuen Erkenntnissen aus der Scheidungsforschung
  • Notwendige Grenzen durchsetzen
  • Drohende Konflikte kreativ entschärfen
  • Oasen für sich selbst finden

Leitung: Dr. Ute Wiedemann / Jan Fehr

Neuer Kurs im Herbst 2025

Finanziert durch das Landesprogramm

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Weniger Stress. Mehr Freude.

Der Kurs richtet sich an Eltern von Kindern ab drei Jahren. Er knüpft an konkrete Erfahrungen der Teilnehmenden an und umfasst fünf Einheiten. Zu jeder Einheit gehören Informationen über die Entwicklung und die Bedürfnisse von Kindern, kurze Übungen, Demonstrationen und Selbstreflexionen sowie Anregungen und Vermittlung von Strategien für den Erziehungsalltag.

Ziele:

  • Das Familien-Gefühl stärken
  • Respektvoll miteinander umgehen
  • Selbstverantwortung der Kinder fördern
  • Störendes Verhalten besser verstehen
  • Gelassener reagieren
  • Notwendige Grenzen durchsetzen
  • Drohende Konflikte kreativ entschärfen
  • Oasen für sich selbst finden

Leitung: Andrea Hafner-Preuß

Momentan keine Kurse in Planung.

Finanziert durch das Landesprogramm

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Der Kurs richtet sich an Eltern, deren Kinder bereits in der Pubertät sind. In einer gelassenen Haltung, die darauf vertraut, dass Jugendliche wie Eltern bereichert aus der Phase der Pubertät herausgehen, werden deren anstrengenden wie schönen Seiten in den Blick genommen. Der Kurs unterstützt Väter und Mütter in dieser Zeit des Umbruchs und zeigt Wege, wie sie Jugendlichen in ihrem Selbstwertgefühl stärken, Grenzen respektvoll setzen und Kooperationen entwickeln können.

Ziele:

  • Lebenswelten des Jugendlichen wahrnehmen – Beziehung gestalten
  • Konflikte entschärfen – Position beziehen
  • Dem Jugendlichen das Leben zutrauen – Halt geben
  • Einander ermutigen – Das positive Lebensgefühl stärken
  • Eigenständigkeit fördern – Die Ablösung mitgestalten

Momentan keine Kurse geplant.

Finanziert durch das Landesprogramm

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ImageEin Programm für Familien in hochstrittigen Trennungskonflikten zur Befähigung kindbezogenen Handelns. Eltern prägen die Vorstellungen der Kinder von Familie, Liebe, Elternschaft und Partnerschaft. Erlebte Konflikte können Kinder traurig, wütend und ängstlich stimmen. Sind die Eltern aber gleichzeitig die Quelle ihrer Beunruhigung, sitzen Kinder in der Klemme. Als Folge entwickeln viele Kinder wütendes, oppositionelles Verhalten, verstummen oder sind deprimiert. Ist ihr inneres Gleichgewicht erschüttert, kann das zu Schlaf- und Konzentrationsstörungen, schulischem Leistungsabfall oder anderen Symptomen führen.

„Kinder aus der Klemme“ wurde entwickelt, weil bisherige Angebote zum Erreichen wünschenswerter Lösungen oft keine zufriedenstellenden Ergebnisse brachten. Das Programm findet internationale Anerkennung und gilt sowohl durch das Arbeiten in Gruppen als auch wegen der Einbeziehung familiärer Netzwerke als besonders wirksam. Es wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Zielgruppe und Zielsetzung:

Das Ziel in der Arbeit mit hochstrittigen Eltern ist das Wiederfinden eines gemeinsamen Weges, um ihren Kindern Sicherheit zurückzugeben und Konflikte wieder konstruktiv anzugehen. Die Kinder bringen auf sehr kreative Weise ihre Stimmen und Bedürfnisse zum Ausdruck, damit diese im alltäglichen Handeln der Eltern fest verankert werden. Alle Familienangehörige, Freund:innen, Nachbar:innen usw. können unterstützend miteinbezogen werden.

Ablauf und Arbeitsweise:

„Kinder aus der Klemme“ ist ein stark strukturiertes Gruppenprogramm für sechs Elternpaare und ihre Kinder. Nach Vorgesprächen und der Entscheidung beider Eltern, am Projekt teilnehmen zu wollen, finden in einem festgelegten Zeitraum regelmäßige gemeinsame Treffen statt. Eltern und Kinder arbeiten zur selben Zeit in verschiedenen Räumen und präsentieren sich abschließend gegenseitig ihre Ergebnisse.

Elterngruppe:

Die Eltern erfahren und erleben z.B., wie es ihnen gelingen kann, destruktive Konfliktmuster zu unterbrechen. Die begleitenden Therapeut*innen zeigen Übungen und schaffen eine wertschätzende Atmosphäre, in der Veränderungen möglich werden. Andere Gruppenmitglieder unterstützen sie dabei. Das Wohl der Kinder ist dabei immer von zentraler Bedeutung.

Kindergruppe:

In der Kindergruppe ist ohne Erwartungsdruck ein Austausch rund um das Thema „sich streitende Eltern“ möglich. Miteinander entstehen dabei z.B. Filme, Plakate, Zeichnungen, Graffitis, Theater- und Musikstücke. Im Mittelpunkt stehen die Stärken der Kinder, ihr Selbstwert und ihre Widerstandskräfte.

In Planung für 2026.

Download Flyer

Erziehungsberatung Heidelberg
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 06221 409024
erziehungsberatung.heidelberg@caritas-hdrn.de

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Heidelberg-Rhein-Neckar e.V.
Turnerstraße 38
69126 Heidelberg

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Montag: 09:00 – 12:00 Uhr
Dienstag: 09:00 – 12:00 / 14:00 – 16:00 Uhr
Mittwoch: 14:00 – 16:00 Uhr
Freitag: 09:00 – 12:00 Uhr

ÖPNV:
Straßenbahnlinien 23 und 24, Haltestelle „Rheinstraße“
Buslinien 29 und 757, Haltestelle „Nansenstraße“